
Dienstag, 14.04.2026
Die "Alte Glasschleif" in Reiserdorf war ideal für das erste Reparaturcafé. Ob kaputte Brotschneidemaschine oder lädierter Holzrechen, die ehrenamtlichen Helfer fanden immer eine Lösung. Ein weiterer Termin steht bereits fest.

Störnstein. (fvo) Einen beeindruckenden Auftakt hat das erste "Reparaturcafé Alte Glasschleif" der Denk- und Macherei in Reiserdorf (Gemeinde Störnstein) erlebt. Rund 40 Frauen und Männer kamen zur idyllisch gelegenen Alten Glasschleif direkt an der Waldnaab, um defekte Gegenstände reparieren zu lassen - und wurden nicht enttäuscht.
Unter dem Leitgedanken "Reparieren statt Wegwerfen" stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. In der urigen Atmosphäre der historischen Glasschleife wurde nicht nur repariert, sondern auch wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. Ziel war es, ein bewusstes Zeichen gegen die Wegwerfmentalität zu setzen, Ressourcen zu schonen und Erinnerungsstücke wieder auf Vordermann zu bringen.
Die Initiative ging vom Netzwerk Heimatunternehmen Oberpfälzer Wald aus, dem unter anderem die Denk- und Macherei in Reiserdorf von Peter Gmeiner angehört. "Es war faszinierend zu sehen, wie viele Dinge sich oft mit kleinen Drehs wieder instand setzen lassen", zeigte sich Gmeiner begeistert. Eine besondere Herausforderung sei für viele Besucher allerdings zunächst gewesen, den etwas abgelegenen Veranstaltungsort zu finden.
Vor Ort engagierten sich neben eingeladenen Fachleuten auch spontan hinzugekommene Helfer. Gemeinsam nahmen sie sich einer Vielzahl unterschiedlicher Reparaturen an. Von alten Stereoanlagen über Akkusägen, einem Saugroboter und einer Kehrmaschine bis hin zu Tonbandgeräten, einer Brotschneidemaschine und kleineren Möbelstücken wie Stühlen reichte die Palette. Viele der Gegenstände haben für ihre Besitzer einen hohen emotionalen Wert. So konnte etwa ein alter Holzrechen, an dem zahlreiche Erinnerungen hingen, wieder funktionstüchtig gemacht werden.
Die Besucher kamen aus der gesamten Region. Persönlich schauten auch Störnsteins Bürgermeister Markus Ludwig sowie Altbürgermeister Boris Damzog vorbei und brachten zur Stärkung der Helfer und Gäste Kuchen mit. Weitere süße Spezialitäten steuerte Uschi Zollner von Uschi's Hofcafé aus Bergnetsreuth bei Floß bei. "Anfangs war der Ansturm schon sehr groß und hätte uns beinahe überfordert", sagt Gmeiner.
Doch die engagierten Reparateure fanden meist schnell die Fehlerquellen, so dass viele Besucher ihre instand gesetzten Geräte schon nach kurzer Zeit wieder mit nach Hause nehmen konnten. Die Reparaturen selbst waren kostenfrei. Viele Teilnehmer zeigten sich jedoch dankbar und honorierten die Arbeit der Ehrenamtlichen mit einer freiwilligen Spende.
Angesichts des großen Zuspruchs soll das Reparaturcafé künftig regelmäßig stattfinden. Bereits am Donnerstag, 7. Mai, von 16 bis 20 Uhr öffnet die "Alte Glasschleif" erneut ihre Türen. Die Organisatoren wollen die Erfahrungen aus der Premiere nutzen, um das Angebot weiter zu verbessern und noch effizienter zu gestalten. Auch die Einrichtung eines Tauschmarktes wird in Erwägung gezogen.
Kontakt: Denk- und Macherei in Reiserdorf 13, 92721 Störnstein; E-Mail: p.gmeinerlo@gmail.com
Quelle: Der Neue Tag Weiden
Das Oberpfalz TV hat über uns berichtet.
Reparieren statt Wegwerfen: Repaircafé Weiden macht kaputte Dinge wieder fit
Klickt auf das Radio dann kommt Ihr zum Bericht.
Quelle: Oberpfalz TV
BayernLab NabburgWir waren beim BayernLab Nabburg am Start, als in Weiden richtig was geboten war. Mit einer ganzen Meute Kids ging’s einmal quer durch die abgefahrenste Freak-Tech. Zocken, Staunen, Ausprobieren – alles dabei.
Unsere Technik-Nerds können wir echt nur empfehlen: Perfekt, wenn man sich mal so richtig für Zukunft & Technik begeistern lassen will 🚀
Weiherhammer. Mit überwältigender Resonanz ist am Montag das erste Repair-Café gestartet. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, defekte Alltagsgegenstände kostenlos reparieren zu lassen – und setzten damit ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und gelebten Gemeinschaftssinn.Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der ÜBZO innerhalb des Betriebsgelände der BHS Corrugated statt und wurde vom Helferteam der Nachbarschaftshilfe organisiert. Die Leitung der ÜZBO stellte mit ihren Ausbildern die notwendigen Tische, und Werkbänke bereit. Bereits vor der offiziellen Eröffnung um 14 Uhr trafen die ersten neugierigen Gäste mit ihren defekten Teilen ein. Insgesamt wurden über 20 Reparaturaufträge angenommen – von Mixern und Kaffeemaschinen über Stehlampen, Haartrocknern und kleinen Stereoanlagen bis hin zur Sackkarre und Kuckucksuhr.
Reparieren statt WegwerfenRepair-Cafés sind Teil einer internationalen Bewegung, die ihren Ursprung in den Niederlanden hat. Ziel ist es, kaputte Gegenstände gemeinsam mit ehrenamtlichen Fachleuten zu reparieren, statt sie wegzuwerfen. Dadurch werden Müll vermieden, Ressourcen geschont und handwerkliche Fähigkeiten gefördert. Auch in Weiherhammer zeigte sich, wie groß das Interesse an nachhaltigem Konsum ist. Ein Team aus 5 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern – darunter Elektriker, Techniker und Hobby-Tüftler – stellte sein Know-how kostenfrei zur Verfügung. Rund 75 Prozent der mitgebrachten Gegenstände konnten bereits direkt vor Ort wieder funktionstüchtig gemacht werden, bei weiteren Teilen wird nach Lieferung von bestellten Ersatzteilen weiterrepariert.
„Ich hätte nie gedacht, dass meine alte Uhr noch einmal läuft“, freute sich ein Besucher. „Jetzt spare ich nicht nur Geld, sondern habe auch ein Stück Familiengeschichte erhalten.“
Neben den Reparaturstationen sorgte ein kleines Café mit selbstgebackenem Kuchen und Kaffee für eine angenehme Atmosphäre. Helferinnen aus dem Team der Nachbarschaftshilfe hatten hier leckere Backwaren hergerichtet. Viele Gäste nutzten die Wartezeit für Gespräche und den Austausch von Tipps rund um Reparatur, Nachhaltigkeit und Müllvermeidung.
Die Organisatoren ziehen eine durchweg positive Bilanz. Durch die erfolgreiche Instandsetzung der Geräte konnten etliche Kilogramm Elektroschrott vermieden werden. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig niedrigschwellige Angebote sind, um Umweltbewusstsein praktisch erlebbar zu machen.
„Das Repair-Café zeigt, dass Klimaschutz im Alltag beginnt“, betonte die Projektleitung. Es geht nicht nur ums Reparieren, sondern auch darum, Wissen zu teilen und Menschen miteinander zu vernetzen.“
Aufgrund des großen Erfolgs soll das Repair-Café künftig regelmäßig stattfinden. Dafür braucht es noch einige ehrenamtliche Unterstützer. Wer also sein Wissen und seine hanwerkliche Fähigkeiten verschiedenster Art zur Verfügung stellen möchte, soll sich jederzeit unter der Rufnummer 0160 – 84 48 078 melden. Auch eine Ausweitung des Angebots – etwa um Workshops zur Selbstreparatur oder Vorträge zu nachhaltigem Konsum – ist in Planung.
Mit der gelungenen Premiere hat die Gemeinde Weiherhammer einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger kommunaler Entwicklung gemacht. Das Repair-Café hat eindrucksvoll bewiesen: Gemeinsam lässt sich viel bewegen – für die Umwelt und für ein starkes Miteinander.